Bericht über die öffentliche Sitzung des Gemeinderates am 12.10.2026
Feuerwehrbedarfsplan
a) Überarbeitung und Anpassung
Der Gemeinderat hat in seiner Sitzung am 16.12.2019 dem seinerzeit von der Feuerwehr in Abstimmung mit der Verwaltung und dem Kreisbrandmeister erstellten Feuerwehrbedarfsplan und am 10.11.2025 einer ersten in derselben Konstellation erstellten Fortschreibung jeweils einstimmig zugestimmt. Die nun vorgelegte Fortschreibung des Feuerwehrbedarfsplans wurde wiederum durch die Feuerwehr entsprechend abgestimmt erstellt. Wir bedanken uns für das herausragende ehrenamtliche Engagement herzlich bei den beteiligten Feuerwehrangehörigen, besonders bei unserem Kommandanten Ralf Laufer und seinem Stellvertreter Frank Bertsche, welche die Fortschreibung in der Sitzung vorgestellt haben.
Im Feuerwehrbedarfsplan sind die bestehenden Rahmenbedingungen und Gegebenheiten sowie vorgesehene Investitionen in den kommenden Jahren dargestellt. Ein wesentlicher Bestandteil der Fortschreibung ist die Aktualisierung der geplanten Ersatzbeschaffung des LF 8/6.
Der Gemeinderat hat einstimmig der vorgelegten Fortschreibung des Feuerwehrbedarfsplans zugestimmt.
b) Ersatzbeschaffung Fahrzeug LF 8/6
Das vorhandene Löschfahrzeug LF 8/6 wurde im September 2000 zugelassen und soll im Jahr 2030 außer Betrieb genommen werden und durch ein LF 10 ersetzt werden. Seit 2025 bietet das Innenministerium des Landes an, gemeinsame Beschaffungen für Feuerwehrfahrzeuge zu koordinieren und die Gemeinden durch eine gemeinsame europaweite Ausschreibung mit komplettem Vergabeverfahren zu unterstützen. Durch die großen Mengen an ausgeschriebenen Fahrzeugen ergeben sich voraussichtlich erheblich günstigere Beschaffungspreise. Für jedes Jahr bietet das Land die Teilnahme an der Beschaffung für ein spezielles Fahrzeug an. Im Jahr 2027 wird nun die Beschaffung eines LF 10 angeboten, wobei das Fahrzeug voraussichtlich erst in den Jahren 2029/2030 ausgeliefert wird. Bei Teilnahme an den gemeinsamen Beschaffungen erhalten die teilnehmenden Kommunen erhöhte Förderungen. Insgesamt sind Einsparungen im sechsstelligen Bereich möglich. Die Feuerwehr Dauchingen befürwortet die Teilnahme an der Ausschreibung.
Der Gemeinderat hat einstimmig die Teilnahme an der gemeinsamen Beschaffung des Landes für die Beschaffung eines Löschfahrzeugs LF 10 als Ersatz für das vorhandene Löschfahrzeug LF 8/6 der Freiwilligen Feuerwehr Dauchingen beschlossen.
Seniorenbetreuung – Betreutes Wohnen zu HauseVerabschiedung der Teamleitung Barbara Lamers
Frau Barbara Lamers hat sich über viele Jahre hinweg in herausragender Weise ehrenamtlich für die Gemeinde Dauchingen und insbesondere für ältere und hilfsbedürftige Menschen engagiert.
Seit 2010 leitete sie im Bürgerverein Lebenskreis Dauchingen e. V. das Projekt „Betreutes Wohnen zu Hause“. Bürgermeister Dorn betonte in seiner Rede den großen persönlichem Einsatz, mit welchem Frau Lamers die Einsätze der ehrenamtlichen Alltagsbegleiterinnen und Alltagsbegleiter koordinierte und vermittelte. Sie stellte damit über viele Jahre eine verlässliche Unterstützung für zahlreiche Seniorinnen und Senioren in unserer Gemeinde sicher.
Mit viel Verantwortungsbewusstsein, Einfühlungsvermögen und organisatorischem Geschick war sie Ansprechpartnerin für die betreuten Personen, deren Angehörige und das Team der Ehrenamtlichen. Auch in besonderen Situationen zeigte sie großes Engagement und bewies insbesondere während der Corona-Pandemie mit der Organisation eines ehrenamtlichen Einkaufsdienstes ihre Tatkraft und Flexibilität.
Durch ihr langjähriges Wirken hat Frau Lamers einen wertvollen Beitrag dazu geleistet, dass ältere und hilfsbedürftige Menschen möglichst lange selbstbestimmt in ihrer vertrauten Umgebung leben können. Gleichzeitig hat sie den sozialen Zusammenhalt und das generationenübergreifende Miteinander in Dauchingen nachhaltig gestärkt.
Mit ihrem Ausscheiden endet ein langjähriges und außerordentlich engagiertes ehrenamtliches Wirken.
Die Gemeinde Dauchingen dankt Frau Barbara Lamers herzlich für ihren jahrzehntelangen Einsatz, ihre Verlässlichkeit und insbesondere für die Menschlichkeit, mit der sie diese wichtige Aufgabe ausgefüllt hat.
Der Gemeinderat würdigte ihr außergewöhnliches ehrenamtliches Engagement und verabschiedete Frau Lamers mit großem Dank und Anerkennung. Bürgermeister Dorn überreichte an Frau Lamers ein Präsent als Zeichen des Dankes.

Auch die beiden Vorsitzenden des Bürgervereins Sigrid Steiner und Hermann Schmutte bedankten sich bei Frau Lamers mit einem Präsent.
Kooperationsvertrag mit der Firma Zeus über die E-Scooter
Zwischenbericht
Historie:Im Nachgang des Jugendpolitiktags 2022 hat der Gemeinderat in seiner Sitzung vom 27.02.2023 einer freiwilligen Selbstverpflichtungserklärung mit der Firma Zeus Scooter GmbH zur Einführung von E-Scootern in Dauchingen für einen sechsmonatigen Testzeitraum zugestimmt. In der Gemeinderatssitzung vom 18.09.2023 wurde die unbefristete Fortsetzung dieser Zusammenarbeit beschlossen.
Nutzungszahlen:Während des Testzeitraums wurden in den ersten 18 Wochen 1.174 Fahrten von und nach Dauchingen absolviert (durchschnittlich etwa 65 Fahrten pro Woche und etwa neun Fahrten pro Tag).
Im Jahr 2024 lagen die Nutzungszahlen insgesamt bei 3.486 Fahrten (durchschnittlich etwa 67 Fahrten pro Woche und etwa 9,5 Fahrten pro Tag) und 2025 bei insgesamt bei 3.251 (durchschnittlich etwa 62,5 Fahrten pro Woche und etwa 9 Fahrten pro Tag). Im laufenden Jahr 2026 liegt die Gesamtzahl bislang bei 2.318 Fahrten, der Schnitt bei etwa 58 Fahrten pro Woche und etwa 8,5 Fahrten pro Tag.
Zusammenarbeit & Nutzerverhalten:Beschwerden aus der Bevölkerung über falsch oder störend abgestellte E-Scooter kommen vereinzelt vor. Die Zusammenarbeit mit der Firma Zeus verläuft weiterhin gut, sodass von uns festgestellte oder von der Bevölkerung gemeldete Mängel in der Regel zeitnah behoben werden.
Gemeinderat Lorenz beantragte, dass die Vorgehensweise der Gemeinde angepasst wird, sodass jeder verbotswidrig abgestellte E-Scooter neben der internen Ahndung durch die Firma Zeus auch von der Gemeinde im Wege eines Ordnungswidrigkeitsverfahrens geahndet wird. Dieser Antrag wurde bei sechs Zustimmungen mehrheitlich abgelehnt.
Nach der öffentlichen Sitzung fand eine nichtöffentliche Sitzung statt.

