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Besuch von IHK-Hauptgeschäftsführer Thomas Albiez, Landrat Sven Hinterseh und Bürgermeister Torben Dorn: Firma Helmut Hechinger in VS-Schwenningen mit Rekordumsatz

Die Helmut Hechinger GmbH & Co. KG will das derzeit im Bau befindliche Produktionsgebäude im interkommunalen Gewerbegebiet DVS in Dauchingen noch in diesem Jahr in Betrieb nehmen. Dies sagte Geschäftsführer Markus Duffner während eines Treffens mit Thomas Albiez, Hauptgeschäftsführer der Industrie- und Handelskammer (IHK) Schwarzwald-Baar-Heuberg, Landrat Sven Hinterseh und Bürgermeister Torben Dorn

Besuch bei der Firma Helmut Hechinger in VS-Schwenningen. Von links: IHK-Mitarbeiterin Marcella Müller, IHK-Hauptgeschäftsführer Thomas Albiez, Geschäftsführer Markus Duffner, Landrat Sven Hinterseh und Bürgermeister Torben Dorn.

Das Unternehmen mit Hauptsitz in VS-Schwenningen und Produktionsstätten in China und Ungarn hat im vergangenen Geschäftsjahr mit 1.200 Mitarbeitenden einen Rekordumsatz in Höhe von 175 Millionen Euro erzielt, spürt aber seit dem 4. Quartal „eine kleine Delle“, so Duffner. Die Gründe dafür liegen nicht bei Hechinger, sondern in reduzierten Abrufen der Kunden, weil es bei zahlreichen Automobilherstellern zu Produktionsverschiebungen wegen der Zertifizierungen nach dem neuen Prüfstandard gekommen war. Ab dem 2. Quartal werde sich die Lage aber hoffentlich wieder normalisieren, sagte Duffner.

Thomas Albiez und Sven Hinterseh ließen sich die Vorgehensweise bei der Ausweisung des Gewerbegebietes und die Strategie des Grundstückskaufs für weitere, bereits ausgewiesene Flächen von Dorn und Duffner eingehend erläutern, um festzustellen, dass die Zusammenarbeit von Gemeinde und Oberzentrum in diesem Fall „beispielgebend“ sei. „Interkommunal ist immer besser“, stellte Hinterseh fest. Albiez verwies auf weitere erfolgreiche Beispiele in den benachbarten Landkreisen und erinnerte die Lokalpolitiker, stets auch interkommunal zu denken, da so die Flächen, die zukünftig für eine florierende Wirtschaft benötigt werden, sicherer zur Verfügung gestellt werden könnten.

Der Geschäftsführer erläuterte, wie Hechinger als Familienunternehmen den Wandel von der Uhrenindustrie in den Automotivebereich bewerkstelligt hat und heute darauf setzt, Spulen möglichst nicht als Einzelteile zu verkaufen, sondern Kunden eine komplette elektrotechnische Baugruppe inklusive Steuerung gewissermaßen als Lösung zu bieten. In die derzeit im Bau befindliche Halle wird das Tochterunternehmen Hechinger Electronic ziehen und unter anderem Leiterplatten für eben diese Baugruppen produzieren.

Thomas Albiez dankte der Firmengruppe Hechinger für deren großes Engagement in der Ausbildung. Derzeit werden etwa 20 junge Menschen fit für den Beruf gemacht. Hinterseh betonte, dass der Kreis in jüngerer Vergangenheit hohe Millionenbeträge in die Modernisierung der Berufsschulen investiert hat und sagte zu, weiter an der Qualität der Bildungseinrichtungen zu arbeiten, um insbesondere im Bereich der „Digitalisierung von Schule und Unterricht“ ein modernes Lernumfeld bieten zu können. Hechinger nimmt an der IHK-Aktion „Energie-Scouts“ teil, im Rahmen derer Auszubildende Einsparpotenziale beim Ressourcenverbrauch aufspüren. Angesichts des KfW 55-Standards auch der Produktionshallen haben die Scouts in Dauchingen eher weniger zu tun.

Einig waren sich alle Anwesenden im Hinblick auf die anstehenden Europawahlen, dass freie Märkte und ein geeintes Europa die Grundlage des hiesigen Wohlstandes bilden. Duffner nannte eine Exportquote von mehr als 60 Prozent für die Unternehmensgruppe. Mit Nationalismus komme man daher nicht weiter. Vom Brexit sei man glücklicherweise nur marginal betroffen, aber schon heute seien Exportformalitäten kostenintensiv und Zölle problematisch.

Bild + Text: IHK / Stefan Preuß

 
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