Rathaus Dauchingen

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Erlebnistour erneuerbare Energien

Gemeinsame Informationsfahrt der Gemeinderäte aus Hüttendorf und Dauchingen

Die Bürger-Energie-Niedereschach eG (BEN) war die erste Station, wo sich am vergangenen Samstag die Gemeinderäte aus Hüttendorf und Dauchingen über den Einsatz und die Möglichkeiten von erneuerbaren Energieformen informierten.

Der Vorstandsvorsitzende Alwin Rist und sein Stellvertreter Matthias Ratz von der ehrenamtlichen Genossenschaft berichteten über die Ziele der BEN, den CO 2 Ausstoß zu reduzieren und den Wirtschaftsstandort zu stärken, in dem eine teilweise eigenständige Energieversorgung aufgebaut wurde und betrieben wird. Unsere Gäste aus Hüttendorf staunten nicht schlecht über die sehr beeindruckenden Zahlen:
7.000 MWh p.a. Wärmebedarf, 16 km Fernwärmenetz, 5,5 Millionen € Investitionsvolumen, CO 2 Einsparung 2.000 Tonnen pro Jahr, lokale verbleibende Wertschöpfung 700.000 € pro Jahr
Die BEN ersetzt derzeit ca. 1 Million Liter Heizöl für 600 Haushalte. 1.500 Bürgerinnen und Bürger verteilt auf 250 Gebäude haben sich für die Fernwärme der BEN entschieden. 348 Mitglieder haben 2.324 Anteile in der Genossenschaft gezeichnet. 6.450 m³ Hackschnitzel wurden im vergangenen Jahr in der Anlage verbraucht, was zwischen 2 und 14 Lkw Lieferungen pro Monat entspricht.

Besichtigung der Heizzentrale der BEN in Niedereschach

Die Bürgermeister Pierrot Winkel und Torben Dorn dankten den Vertretern der BEN für den hoch interessanten Vortrag und die beeindruckenden Einblicke in die Heizzentrale.
Nach einem gemeinsamen Mittagessen erläuterte Jutta Gaukler von der solarcomplex AG die Biogasanlage, das Blockheizkraftwerk und das Nahwärmenetz im Bioenergiedorf Mauenheim (Gemeinde Immendingen, Landkreis Tuttlingen) die Biogasabwärme und die erneuerbare Holzenergie (Hackschnitzanlage) werden in ein Nahwärmenetz, an welchem fast 90 % aller Gebäude in Mauenheim angeschlossen sind, eingespeist. Die Stromerzeugung aus dem BHKW der Biogasanlage deckt den Strombedarf. Ein Dutzend solcher Bioenergiedörfer betreibt solarcomplex und plant in den nächsten 10 Jahren ein weiteres Dutzend. In der Ekkehardstraße 10 in Singen wurde ein mehrstufiges Gebäude von solarcomplex komplett auf Passivhaus Standard umgebaut. Hier endete die Erlebnistour erneuerbare Energien mit vielen interessanten Eindrücken. Das Passivhaus ist an drei Fassadenseiten mit Photovoltaikanlagen ausgestattet, einer thermischen Solaranlage auf dem Dach, einem Biogas-Klein-BHKW sowie einem Pufferspeicher. Durch diese Maßnahmen erfolgt vorrangig eine Eigenstromnutzung für die Bürogebäude sowie eine Reduzierung des Energiebedarfs insgesamt um den Faktor 6.

Bürgermeister Pierrot Winkel bei der Besichtigung des Blockheizkraftwerks des Bioenergiedorfes in Mauenheim.
Die Teilnehmer der Erlebnistour erneuerbare Energien vor der mit PV- Anlagen ausgerüsteten Fassade des Bürogebäudes der solarcomplex AG in der Ekkehardstraße 10 in Singen.

Die Bürgermeister Pierrot Winkel und Torben Dorn dankten Frau Gaukler von solarcomplex AG für den kostenlosen Einblick in die umfangreichen Möglichkeiten erneuerbare Energien einzusetzen und das Klima zu schonen.

 
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