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energie sparen

Nr. 58
Umweltwärme
... aus der Tiefe...

energie sparen

Beispiel der Erdwärme-
nutzung aus der Regieon

Tuttlingen-Möhringen (bg) - "Habt ihr auch warm?" Diese Frage bekamen Monika und Manfred Böttler immer wieder zu hören. Die wohlige Wärme im gemütlichen Wohnraum und ein Blick aufs Thermometer genügen indes, um auch den größten Skeptiker zu überzeugen: 22 Grad Celsius - erzeugt durch Erdwärme.

"Wir wollen keine Ölheizung", erinnert sich Manfred Böttler. Erdgas hätte die Alternative lauten können, als er und seine Frau sich dazu entschlossen, in der Möhringer Schwarzwaldstraße ihr Traumhaus zu bauen, ganz aus Holz.

75 Meter in den Boden hinen reichen die beiden Bohrlöcher, aus der die Böttlers nunmehr im vierten Winter ihr 200 Quadratmeter großes Eigenheim beheizen. Denn kaum hatten sie von der Möglichkeit der Wärmegewinnung aus der Tiefe gehört, waren sie auch schon Feuer und Flamme. Was dann kam, war ein Stück weit eine Pionierleistung. Zwar erfuhren Monika und Manfred Böttler, daß sich Erdwärmenutzung in Österreich und der Schweiz tausendfach bewährt hat, hierzulande stießen sie jedoch mit ihren Fragen oftmals auf fragende Mienen

Gränzbote 8.2.97

Und So funktioniert´s

75 Meter tief in die Erde hinein bohrte eine Schweizer Spezialfirma in Möhringen zwei Löcher von je 13 Zentimeter Durchmesser. In Ihnen befinden sich Erdwärmesonden aus Plyethylen, die einen Durchmesser von je 32 Millimetern haben. In jedem Bohrloch gibt es zwei geschlossene Kreisläufe: Darin ist eine Trägersubtanz aus einem umweltfreundlichen Gemisch aus Wasser und einem Frostschutzmittel, die per Pumpe umgewälzt wird. das Erdreich gibt Wärme an diese Trägersubstanz ab, die mit einer Temperatur von acht bis zehn Grad Celsius an der Wärmepumpe anlangt. Dort wird sie um zwei bis drei Grad abgekühlt: die gewonnene Energie reicht aus, um per elektrisch betriebener Wärmepumpe in Heizenergie umgewandelt zu werden.

Vorteile

Bisher wurden in ca. 1,20 m Tiefe horizontal Rohrschlangen verlegt. Dazu ist ein entsprechend grosses Grundstück erforderlich. Mit vertikalen Tiefensonden   ist kein kostenintensiver Aushub mehr nötig und auch ein kleines Grundstück reicht aus.

 

all01.gif (267 Byte)Tip zum Thema

Schauen Sie in die ÖKO-TIPS

Nr. 45 "Klimaschutz"
Nr. 53 "Erneuerbare Energien"
Nr. 56 "Wärmepumpen"
Nr. 57 "Umweltwärme... aus dem Erdreich"

 

 

all01.gif (267 Byte)Ansprechpartner

Lassen Sie sich beraten:
Herr Wehrmann - Umweltbeauftragter
Gemeinde Dauchingen: Tel.: 07720-9777-24
KommunalplanHerr Lamm - städtebauliche. Oberleitung
Tel.: 07461-73050
http://www.kommunalplan.de