Ökokonzept

Ökokonzept
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Projekt: Randflächen von Bedeutung

Die in der Agrarlandschaft vielfach von gehölzfreien oder nur streckenweise mit einzelnen Bäumen bestandenen Grenzstreifen zwischen der für den Fahrzeugverkehr ausgewiesenen und meist künstlich befestigten Trasse und den benachbarten, teils ackerbaulich, teils anderweitig genutzten Flächen nennt man Wegränder oder Wegraine. Sie dienen manchmal zum Abstellen von landwirtschaftlichen Geräten, als Wendeplatz bei der Feldbearbeitung sowie gelegentlich als Ablageplatz für Lesesteine und organische Abfälle. Oft bilden sie auch Grenzlinien und Fußpfad. Diese vielfältigen Nutzungen bedingen vielfältige Strukturen, unterschiedlichste Feuchte- und Nährstoffverhältnisse; lokal finden Tritt, Mahd und Beweidung statt - alles Gegebenheiten, die einen charakteristischen Bewuchs ermöglichen und daher von einer Vielzahl von Pflanzen- und Tierarten als Refugium genutzt werden.

Ansicht Haggasse
Weg zum Sportplatz
Für Wildkräuter, Gehölze und Tiere ist hier kein Platz geblieben

 

Wegrandgestaltung - aber wie?

Bei der Anlage eines Wegrandes müssen viele Gesichtspunkte beachtet werden, denn nicht überall sind die Standortbedingungen gleich. Je nach den örtlichen Gegebenheiten können ganz unterschiedliche Maßnahmen angebracht sein. Was sich hier als sinnvoll erweist, muß sich dort nicht bewähren. Darum sollte man sich die lokalen Verhältnisse genau ansehen und bei Bedarf den Rat von Fachleuten einholen. Wichtige Fragen, die vorab zu klären sind:

  1. Wem gehört der Wegrand?
  2. Wie sind die Boden- und Wasserverhältnisse?
  3. Wie ist die Exposition - besonnen, schattig?
  4. Wie ist die Ausprägung des Wegrandes - steile Böschung, Graben, horizontale Lage?
  5. Wie hoch ist der Schadstoffeintrag aus den angrenzenden Flächen?
  6. Wie breit ist der Wegrand?
  7. In welcher Umgebung liegt der Weg, welche Biotope gibt es in der Nachbarschaft?

Erst nach einer Prüfung der Standortbedingungen kann man dazu übergehen, ein auf den speziellen Standort abgestimmtes Begleitgrün zu planen.

Bei der Anlage der Wegränder sollte weiterhin beachtet werden:

Ansicht Villinger Straße
"Totalrasur" - Für die Insektenwelt bleibt hier weder Blätter- noch Saugnahrung erhalten

 

Projekt: Feldrain-Bepflanzung

Geplant ist, durch Zusammenarbeit von Bürgern, Vereinen, Verbänden und Landwirtschaft in den nächsten drei Jahren modellhaft Maßnahmen der Landschaftspflege und des Biotopschutzes entlang der Feldwege in Dauchingen durchzuführen.
Dabei handelt es sich um Vorschläge, die bereits der neue Landschaftsplan anregt und durch Förster Grießhaber im Oktober 1995 im Gemeinderat erläutert wurden.
Diese Maßnahmen werden in das Biotop-Verbundsystem integriert.

Ansicht Michelweg
Mit der Befestigung dieses Weges verschwand auch der Feldrain